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Hochwassereinsatz in Baar-Ebenhausen

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Datum: 
03.06.2013

Nach den langanhaltenden Regenfällen der vergangenen Tage waren in Deutschland einige Flüsse über die Ufer getreten und verursachten massive Überschwemmungen. Besonders betroffen waren in Bayern die Städte Passau, Deggendorf, Regensburg und Rosenheim. Aber auch einige kleiner Städte und Gemeinden, so dass in mehreren Landkreisen Katastrophenalarm ausgelöst wurde.
Der Landkreis München schickte am 3. Juni ein Kontingent nach Baar-Ebenhausen im Landkreis Pfaffenhofen.

Um kurz nach 17:00 Uhr machte sich die Gruppe aus Haar mit dem LF10/6 auf zum Sammelpunkt in Garching, um von dort aus im Konvoi nach Baar zu fahren. Auf dem Parkplatz der TU-München gab es um 18:00 Uhr eine Lagebesprechung mit ersten Einweisungen und der Auftrag, Sandsackfüllen und Deichbauen, wird bekannt gegeben. KBI Erwin Ettl war zu diesem Zeitpunkt bereits beim Krisenstab in Reichertshofen vor Ort und plante die Aufgaben für die Kräfte aus dem Landkreis München. Kurz vor halb sieben geht es dann auf die Autobahn Richtung Norden. Nach einem Zwischenstopp in Reichertshofen werden die Züge eingeteilt und der Konvoi erreicht um 20:15 Uhr den Bereitstellungsraum am Feuerwehrhaus in Baar-Ebenhausen.

Dort werden die genauen Aufgaben verteilt, Haar ist zusammen mit Gräfelfing beim Deichbau an der Paar eingeteilt. Die restlichen Feuerwehren aus dem Landkreis München unterstützen entweder beim Sandsackfüllen oder schützen mehrere Hallen einer Firma, die mit giftigen Stoffen und Abfällen hantiert. Gegen 24:00 Uhr soll die Ablöse aus dem Landkreis Eichstätt eintreffen und die Kräfte aus München können sich dann wieder auf den Heimweg machen - so zumindest der Plan.
Direkt nach der Einteilung beginnt die Arbeit am Deich. Auf einer Länge von ca. 600 Metern muss ein Wohngebiet vor der Paar geschützt werden, die bedrohlich angestiegen ist und nun die Häuser gefährdet. Gegen 1:00 Uhr steht dann der komplette Damm, der an einer Stelle bereits nach kurzer Zeit erhöht werden muss, weil das Wasser weiter gestiegen ist. Anschließend sammeln sich alle am Bereitstellungsplatz und können kurz verschnaufen und etwas Essen.


Nachdem die Ablöse nicht nach Baar, sondern nach Manching gefahren war, wird für das Kontingent aus dem Landkreis München der Einsatz bis zum Frühstück verlängert und eine Deichwache eingerichtet. Also geht es gegen halb zwei wieder raus zum Deich, die Wache dauert bis 6:00 Uhr. In der Zwischenzeit musste nochmal der Deich an einer Stelle erhöht und verstärkt werden. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen: Kein Wasser in den Häusern!
Nach der Deichwache geht es zurück zum Sammelplatz. Dort gibt es gegen halb sieben eine Abschlussbesprechung und der Konvoi kann sich anschließend wieder auf den Weg in Richtung München machen.

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